<p dir="ltr">Um Studierende der Gesundheitsfachberufe auf neue Praxisparadigmen vorzubereiten, werden an Universitäten und Hochschulen interprofessionelle Ausbildungsprogramme angeboten die den Studierenden ermöglichen, das Fachwissen der Patient:innen, ihrer Familienmitglieder bzw. ihres Unterstützungssystems kennen- und schätzen zu lernen. Ferner werden sie darin geschult, anhand neuer Strategien engere Kooperationsbeziehungen mit den zuvor genannten Personengruppen als Teammitglieder aufzubauen. Partnerschaften im Rahmen der interprofessionellen Ausbildung (IPE) basieren auf 3 zentralen theoretischen Ansätzen: 1. Partnerschaften mit Personen mit Erfahrungswissen, betrachtet durch die Perspektiven der sozialen Identitätstheorie, der Kontakthypothese und der Intergruppenkontakttheorie; 2. beziehungsorientierte Versorgung und soziokulturelles Lernen; 3. kritische Bildung und transformatives Lernen nach Freire (1974).</p><p dir="ltr">Durch die Auseinandersetzung mit relevanten Fragestellungen für Lehrende sowie die Betrachtung kanadischer Beispiele, bei denen Patientenpartner:innen in der Ausbildung eingebunden werden, kann die Entwicklung ähnlicher Initiativen in anderen Kontexten unterstützt werden. Dieser Ansatz soll Auszubildende der Gesundheitsfachberufe darauf vorbereiten, neue Kooperationsmodelle mit Patient:innen und ihren Unterstützungssystemen zu entwickeln und deren Expertise stärker einzubinden, um so die Zusammenarbeit in Teams zu verbessern.</p>